Kobel

Eichhörnchen Kobel

Hoch in den Bäumen befinden sich die Wohnungen der Eichhörnchen. Diese Nester der flinken Baumbewohner werden Kobel genannt. Eichhörnchen bauen bis zu acht Kobel, um bei Gefahr Ausweichquartiere zu haben. Diese Nebenkobel bieten somit Schutz vor Feinden oder Parasiten und werden auch zum ungestörten Fressen aufgesucht.

Eichhörnchen Kobel
© Von Mathieu Giraudeau – Photographie faite dans le sud de la France

In Astgabeln, auf Ästen oder in Baumhöhlen bauen die Eichhörnchen zum Schlafen und Ruhen, sowie für die Aufzucht der Jungtiere die kugelförmigen oder ovalen Kobel mit einem Außendurchmesser von 30-50 cm und einem Innendurchmesser von 15-20 cm. Der Kobel wird aus Zweigen geflochten und mit weichen Materialien wie Blätter, Gräser und Moose ausgepolstert. Eichhörnchen legen aber auch Kobel in Nistkästen, Vogelhäuschen oder auf ruhigen Dachböden an. Gelegentlich werden auch Krähen-und Elsternester umgebaut. Kobel besitzen meist zwei Eingänge und haben bis zu zwei Nesträume. Der zweite Eingang dient als Fluchtweg, falls ein Feind in den Kobel eindringt. Die Kobel sind blick- und wasserdicht und so gut gegen Feinde, Regen, Wind und im Winter gegen Kälte geschützt. Eichhörnchen benötigen für den Bau eines Kogels 3-5 Tage und er wird nicht unter sechs Meter Höhe angelegt. 

Eichhörnchenkobel mit 3 Eingängen